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Statut
der
Weinbruderschaft Baden-Württemberg

Artikel 1
Name und Zweck

Die "Weinbruderschaft Baden-Württemberg" ist eine Ordensgemeinschaft, in der sichweinfreundlich gesinnte und weinverständige Männer zusammenschließen, um sichmit der Geschichte und der Kultur des Weines vertraut zu machen, das Wissen umden Wein zu fördern und die Weinkultur zu würdigen, zu pflegen und zu ehren. Der Orden ist bemüht, im Rahmen seiner Veranstaltungen auch die Freundschaft und Geselligkeit beim Wein zu pflegen und zu erhalten. Jeder werbende Hinweis auf die Weinbruderschaft Baden-Württemberg zu geschäftlichen Zwecken ist untersagt.

Artikel 2
Sitz

Der Weinorden hat seinen Sitz in Stuttgart.

Artikel 3
Ordensspruch, Ordenswappen und Ordensinsignien

Der Ordensspruch der Weinbruderschaft lautet:

"AD MAJOREM VINI GLORIAM"
(Zur höheren Ehre der Weines)

Das in den Farben Grün - Rot - Gold gehaltene Ordenswappen zeigt im Mittelfeld eine goldene Sonne mit einem Strahlenkranz und unter der Sonne ein grünes Band mit dem Ordensspruch "AD MAJOREM VINI GLORIAM". In der weinroten Umrandung ist der Name des Ordens "WEINBRUDERSCHAFT BADENWÜRTIEMBERG"
angebracht. Eine goldene Krone im grünen Feld bildet den oberen Abschluss. Die Ordensinsignien bestehen aus einer künstlerisch gestalteten Medaille, die das Ordenswappen erhaben darstellt und an der eine kleine Weintraube angehängt ist; die Medaille wird an einem grünlrotlgold-farbigen Ordensband getragen. Die Ordensinsignien stellen das äußere Zeichen der Ordenszugehörigkeit dar und werden bei allen Veranstaltungen des Ordens getragen. Die Farbe der anhängenden Weintraube gibt Auskunft über die Eigenschaft des Trägers im Orden:
                               
Grüne Traube = Weinritter
   Blaue Traube = Ehrenritter
      Rote Traube = Kapitelherr
 Weiße Traube = Ordensrat

Jeder Weinritter erhält die Insignien des Ordens anlässlich seiner feierlichen
Aufnahme in den Orden durch Umhängen überreicht.
Das Ordenszeichen (Anstecknadel) weist ebenfalls die Ordenszugehörigkeit aus und kann anstelle der Ordensinsignien getragen werden. Endet die Ordenszugehörigkeit, sind die Ordensinsignien unaufgefordert und umgehend zurückzugeben. Zur Entgegennahme ist jedes Kapitelmitglied berechtigt. Der Ordensrat kann Ausnahmen gestatten, z.B. für Erben.

Artikel 4
Mitgliedschaft

Als Mitglied (Weinritter) können Bewerber aufgenommen werden, die in der Regel mindestens sechs Veranstaltungen des Ordens besucht haben und für deren Qualifikation mindesten zwei Mitglieder des Ordens die Bürgschaft übernommen haben. Die Bürgschaft können nur Weinritter übernehmen, die der Weinbruderschaft seit mindesten zwei Jahren angehören. Über die Aufnahme entscheidet das Ordenskapitel. Die Aufnahme erfolgt in einer feierlichen Zeremonie, in der der Anwärter durch den Ordensmeister oder durch dessen Vertreter in dessen Namen mit dem Weinschwert zum Weinritter geschlagen wird, nachdem er die Weinprüfung bestanden und den folgenden Verspruch geleistet hat:

"Ich verspreche, dass ich mich, der altehrwürdigen Tradition der
Weingenießer folgend, bemühen werde, den Ruhm des Weines aller
Welt zu verkünden, und dass ich diese edelste Gabe der Natur stets mit
Bedacht kosten, in weisem Maße genießen und ihr immer, wo es auch
sei, zu jeder Stunde die ihr gebührende Ehre erweisen werde!"

Die Mitgliedschaft endet
1. durch Tod,
2. durch Austritt, der dem Ordensrat schriftlich zu erklären und auf den
Schluss des laufenden Kalenderjahres zulässig ist,
3. durch Ausschluss.

Ein Weinritter kann durch einstimmigen Beschluss des Ordenskapitels aus dem Orden ausgeschlossen werden, wenn er
1. dieses Statut und die Ordensregeln missachtet, oder
2. durch unehrenhaftes Verhalten oder durch schwere Verfehlungen das
Ansehen des Ordens schädigt, oder
3. sich bei Veranstaltungen des Ordens oder anderen gesellschaftlichen
Veranstaltungen wiederholt ungebührlich benommen hat, oder
4. die Belange des Ordens vorsätzlich schädigt, oder
5. mit der Zahlung seiner Aufnahmegebühr oder seiner Mitgliedsbeiträge im Verzug ist und eine ihm vom Ordensrat gesetzte Nachfrist erfolglos verstreichen lässt, obwohl er bei Bekanntgabe der Nachfrist auf die Möglichkeit des Ausschlusses hingewiesen worden ist.

Dem Weinritter ist in den Fällen Absatz 6 Ziff. 1-4 vor der Beschlussfassung durch das Ordenskapitel Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Der Beschluss über den Ausschluss wird ihm vom Ordenskanzler mitgeteilt.
Aufnahmegebühr und Jahresbeiträge werden nicht, auch nicht teilweise, zurückerstattet.

Artikel 5
Aufnahmegebühr und Mitgliedsbeitrag

Anlässlich der Aufnahme in den Orden ist eine einmalige Aufnahmegebühr zu entrichten. Jedes Ordensmitglied hat alljährlich einen festen Jahresbeitrag sowie den Obulus der einzelnen Veranstaltungen, an denen es teilnimmt, zu leisten. Die Höhe der Aufnahmegebühr und des Jahresbeitrags wird durch die Ritterschaft (Mitgliederversammlung) vor Beginn des Kalenderjahres festgesetzt. Der Obulus für die einzelnen Veranstaltungen setzt jeweils der Ordensrat unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Aufwendungen fest.
Ehrenritter haben keine Aufnahmegegühr und keinen Jahresbeitrag, jedoch den für die einzelnen Veranstaltungen festgesetzten Obulus zu entrichten.


Artikel 6
Organe des Ordens

1. der Ordensrat
2. das Ordenskapitel
3. die Ritterschaft (Mitgliederversammlung/Bruderschaftstagung)

Die Mitglieder des Ordensrats und des Ordenskapitels werden auf die Dauer von vier
Jahren gewählt. Fällt eine Wahl zulässigerweise aus, so bleiben die bisherigen
Mitglieder des Ordensrats und des Ordenskapitels bis zur Neuwahl im Amt.
Erforderliche Nachwahlen erfolgen für die Zeit der laufenden Amtsperiode.
Durch Beschluss der Ritterschaft kann ein Mitglied des Ordensrats und des
Ordenskapitels abberufen werden.

Artikel 7
Der Ordensrat

Der Ordensrat ist Vorstand des Ordens im Sinne des § 26 BGB.
Mitglieder des Ordensrats sind
1. der Ordensmeister
2. der Ordenskanzler
3. der Ordenssäckelmeister
4. der Ordenssekretär
5. der Ordenskellermeister
6. der Botschafter der Weinbruderschaft

Die Mitglieder des Ordensrats werden von der Ritterschaft in geheimer Abstimmung gewählt. Stimmberechtigt sind die ordentlichen Mitglieder des Ordens (einschließlich der Ehrenritter). Bei der Wahl entscheidet einfache Stimmenmehrheit. Gewählt wird mit Stimmscheinen, die der Ordensrat bereitstellt. Der Orden wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Ordensrats, darunter der Ordensmeister, der Ordenskanzler oder der Ordenssäckelmeister, vertreten. Die Vertretungsmacht des Ordensrats nach außen ist - unbeschadet der Beschränkung der Haftung des Ordens auf sein Vermögen (Artikel 10) - nicht beschränkt.
Der Ordensrat besorgt die Geschäfte des Ordens, soweit sie nicht dem
Ordenskapitel oder der Ritterschaft (Bruderschaftstagung) vorbehalten sind. Er kann Ordensmitglieder mit der Wahrnehmung oder der Vorbereitung einzelner Aufgaben betrauen. Der Ordensrat ist an die Weisungen und Richtlinien der Ritterschaft oder - soweit zuständig - des Ordenskapitels gebunden. Der Ordensmeister hat den Ordensrat einzuberufen, wenn er dies für erforderlich hält oder wenn mindestens drei Mitglieder des Ordensrats dies unter Angabe des Zwecks beantragen. Die Einberufung hat unverzüglich mit Bekanntgabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens einer Woche zu erfolgen. Der Ordensrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Die Beschlussfassung erfolgt mit der Mehrheit der abgegebenen
Stimmen (einfache Stimmenmehrheit). Stimmenthaltungen zählen nicht. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Ordensmeisters.

Artikel 8
Das Ordenskapitel

Das Ordenskapitel besteht aus zehn Mitgliedern:
1. aus den sechs Mitgliedern des Ordensrats
2. und vier weiteren Kapitelherren

Die Mitglieder des Ordenskapitels werden von der Ritterschaft in geheimer
Abstimmung gewählt. Für das Wahlverfahren gelten die Bestimmungen in
Artikel 7 Absatz 6 dieses Statuts. Das Ordenskapitel ist außer den im Statut bestimmten Fällen zur Behandlung und Wahrnehmung aller Geschäfte, die ihm vom Ordensrat überwiesen werden, zuständig. Die Zuständigkeit der Ritterschaft (Bruderschaftstagung) bleibt unberührt. Das Ordenskapitel ist an die Weisung und Richtlinien der Ritterschaft gebunden. Der Ordensmeister hat das Ordenskapitel einzuberufen, wenn er oder der Ordensrat
dies für erforderlich hält oder wenn mindestens drei Mitglieder des Ordenskapitels dies unter Angabe des Zwecks beantragen. Die Einberufung hat unverzüglich und unter Bekanntgabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens einer Woche zu erfolgen.
Das Ordenskapitel ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Die Beschlussfassung erfolgt, soweit dieses Statut nichts anderes bestimmt, mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen (einfache Stimmenmehrheit).Stimmenthaltungen zählen nicht.

Artikel 9
Ritterschaft (Mitgliederversammlung/Bruderschaftstagung)

Spätestens in jedem zweiten Kalenderjahr findet eine ordentliche Versammlung der Ritterschaft (Bruderschaftstagung) statt.
Außerordentliche Bruderschaftstagungen sind einzuberufen, wenn dies das
Ordenskapitel verlangt oder mindestens ein Viertel der Weinritter schriftlich unter Angabe des Zwecks eine Bruderschaftstagung beantragen. Die Bruderschaftstagung muss in diesem Falle binnen zwei Monaten nach Stellung des Antrags stattfinden. Ort und Zeit der Bruderschaftstagung bestimmt der Ordensrat. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung aller Weinritter (Ordensmitglieder) unter Bekanntgabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens vier Wochen.Anträge von Mitgliedern zur Bruderschaftstagung müssen mindestens zwei Wochen
vor der Versammlung schriftlich beim Ordenssekretariat eingereicht und begründet sein. Durch Mehrheitsbeschluss der Ritterschaft können weitere Anträge auf die Tagesordnung gesetzt und zur Beschlussfassung zugelassen werden; ein solcher Beschluss darf keine satzungsändernde Wirkung haben; im übrigen bedürfen diese Beschlüsse einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Ordensmitglieder. Die Beschlüsse der Ritterschaft werden mit der Mehrheit der angegebenen Stimmen (einfache Stimmenmehrheit) gefasst, soweit nicht Gesetz oder Statut eine andere Mehrheit oder weitere Voraussetzungen bestimmen. Stimmenthaltungen zählen nicht. Alle anderen Organe (Ordensrat, Ordenskapitel) haben der Ritterschaft Rechenschaft abzulegen.
Folgende Angelegenheiten sind der Ritterschaft vorbehalten:

1. die Wahl oder die Abberufung der Mitglieder des Ordensrats und des Ordenskapitels,
2. die Ernennung von Ehrenmitgliedern und die Verleihung von Ehrenämtern,
3. die Änderung des Statuts und die Auflösung des Ordens,
4. die Erteilung von Weisungen und Richtlinien für die Tätigkeit des
Ordensrats und des Ordenskapitels.

Über den Ablauf jeder Bruderschaftstagung ist vom Ordenssekretär eine
Niederschrift aufzunehmen, die vom Ordensrat zu unterzeichnen ist.

Artikel 10
Haftungsbeschränkungen

Die Haftung des Ordens ist auf sein Vermögen beschränkt und die Haftung der Ordensmitglieder auf die von ihnen gemäß Artikel 5 dieses Statuts geschuldeten Beiträge. Der Ordensrat ist gehalten, diese Haftungsbeschränkung in allen für den Orden abzuschließenden Verträgen zum Ausdruck zu bringen.

Artikel 11
Änderung des Statuts

Die Änderung dieses Statuts kann nur von der Ritterschaft (Bruderschaftstagung) mit einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der erschienenen Ordensmitglieder beschlossen werden.

Artikel 12
Auflösung des Ordens

Der Orden besteht auch im Falle des Ausscheidens von Ordensmitgliedern,
gleichgültig aus welchem Grunde, unter den übrigen Weinrittern fort. Der
Ausscheidende hat auf das Vermögendes Ordens keinen Anspruch. Er kann auch keine Auseinandersetzung fordern. Die Auflösung des Ordens kann nur von einer zu diesem Zweck einberufenen Bruderschaftstagung der Weinritter mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln aller Ordensmitglieder beschlossen werden. Ist die Auflösung des Ordens
beschlossen, so erfolgt die Abwicklung nach den Vorschriften der §§ 47 ff BGB. Das Restvermögen fällt an das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Stuttgart.

Stand: November 2016