Berichte

Rebsortenprobe Spätburgunder in den Goldstadtstuben am 14.10.2022

Die Rebsorte Pinot Noir, wie sie offiziell heißt, gilt wegen ihrer filigranen und komplexen Aromenvielfalt als Königin unter den roten Sorten. Ordensmeister Joachim Volz stellte an diesem Abend 13 verschiedene hochwertige Kreszenzen aus verschiedenen Anbaugebieten vor.

Einem recht polarisierenden aber sehr gut zur gereichten Quiche Lorraine harmonierenden 2020er Rosé vom Steirischen Lamprechtshof (Platz 1 beim diesjährigen großen Vinum-Rosévergleich) folgte ein herausragender Clos de’l Ecu 1er Cru 2018 der weltberühmten Domaine Faiveley. Vom Spitzenwinzer der Ahr, Jean Stodden, Ahr erfreute ebenso der Recher Herrenberg wie der Kammerberg von Friedrich Becker aus der Pfalz oder auch der Mason von Manincor aus Südtirol, alle drei aus dem großen Rotweinjahr 2018. Der Eichenlaub Reserve 2015 von Köbelin aus Baden und der Mandelpfad 2013 von Knipser aus der Pfalz zeigten eindeutig ihre Herkunft, der Badener getragen von Volumen, der Pfälzer eher von Eleganz.

Ebenso durch große Eleganz glänzten die Auslese 2012 von Franz Keller aus Baden wie auch der Neipperger Schlossberg 2010 vom Württemberger Weingut Graf Neipperg.

Der Pommard 2009 vom gleichnamigen Schloss in Burgund zeigte sich beinahe jugendlich frisch. Bestimmt einer der der Höhepunkte war der Wildenstein 2007 vom badischen Winzer Bernhard Huber. Er gilt Jahr für Jahr mit Fug und Recht als bester deutscher Spätburgunder.

Im Süden von Burgund, etwas abseits der großen Pinotzonen gelegen, befindet sich das nur zwei Hektar große Weingut Parize Père et Fils. Sein Clos des Grandes Vignes 1er Cru aus dem Jahr 2003 erwies sich als noch gut trinkbar, wenn auch ein wenig ausgezehrt. Ganz im Gegensatz hierzu dann zum Abschluss der Clos des Epenots 1er Cru von Schloss Meursault aus dem Jahr 2000. Ein Wein auf dem Höhepunkt - aber dies bestimmt noch für weitere 10 Jahre.

Joachim Volz



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