Berichte

Lemberger versus Blaufränkisch im Rössle in Weil der Stadt am 22.10.2021

Es sei gleich zu Anfang gesagt: Was die beiden Weinbrüder Alexander Dippold an österreichischem Blaufränkisch und Marc Stotz an württembergischem Lemberger zur Verkostung anstellten, gespickt mit Anekdoten und Wissenswertem über Rebsorte, Winzer wie einzelne Lagen, war vom Feinsten.

Schon der erste gereifte Blaufränkisch „Tout feu tout flamme“ ein 2002er von Toni Hartl, wie alle Blaufränkisch-Weine dieses Abends aus dem dafür berühmten Mittelburgenland, war ein echter Kracher. Trotz des Alters noch knackige Tannine und intensiver Beerengeschmack.

Nach diesem Auftakt bildeten eine 2015er „Schwaigerner Ruthe“ vom Graf Neipperg – Siegerwein beim Vinum-Rotweinpreis 2018 – und ein Blaufränkisch „Ungerberg“ 2015 von Pittnauer den ersten Flight, Aromen von dunkler Beerenfrucht sprangen einen förmlich an. Ein großartiges Duell, das die 31 anwesenden Weinbrüder und Gäste mit Unentschieden bewerteten.

Im nächsten Flight standen sich ein Württemberger „Fellbacher Lämmler“ 2014 GG von Aldinger und ein „Malscher Rotsteig R“ 2015 von Hummel aus dem badischen Kraichgau gegenüber. Hier überzeugte der Spitzenwein aus dem berühmten Hause Aldinger deutlich.

Der „Rosenberg“ 2011 von Pittnauer und der „Pfaffenhofen Hohenberg“ 2012 von Rainer Wachtstetter bildeten eine weitere ausgeglichene Paarung auf hohem Niveau.

Den weiteren Vergleich entschied der Blaufränkisch „Oberer Wald“ 2004 von Ernst Triebaumer aus dem malerischen Rust - hier wurde auch die bekannte Fernsehserie „Der Winzerkönig“ gedreht - gegen „Der Schwarze Löwe“ GG 2012 von Graf Adelmann wieder für sich.

Das absolute Highlight dann zum Schluss: die Blaufränkisch „Reserve“ 2004 von Krutzler gegen den Blaufränkisch „Ungerberg“ 2004 vom großen Paul Achs. Sensationell der Krutzler, aber nochmals einen Tick besser der Achs, ganz großes Kino und nicht umsonst Gewinner der Falstaff-Trophy!

Von unserem unermüdlich werkelnden Weinbruder Hans-Josef Straub wurde zum Abschluss ein wunderbares Schmorgericht – Rindfleisch in Lemberger – mit Spätzle serviert. Dazu passte perfekt der Lemberger von Wachtstetter, „Junges Schwaben“ 2017. So ging dann nach einem runden und gelungenen Abend jeder der 31 Teilnehmer zufrieden nach Hause.

 Walter Tschürtz/Joachim Volz



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