Berichte

Länderprobe Pfalz am 20.1.2018 in der Sparkasse in Pforzheim

Mit 23.400 ha Rebfläche ist das Weinbaugebiet Pfalz das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands. War die Pfalz früher eher bekannt für viel Masse und wenig Klasse, hat sich das in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Heute produziert eine Vielzahl von Gütern Erstklassiges. Der Weißwein spielt mit 67% Anteil – vor allem im nördlichen Teil, der Mittelhaardt - die größere Rolle, aber es werden auch grandiose Rote erzeugt, schwerpunktmäßig im Bereich der Südlichen Weinstraße.
Anhand von 16 vorgestellten Gewächsen konnten sich die zahlreich erschienenen Weinbrüder nebst Partnern und vielen Gästen hiervon überzeugen Alle gängigen Rebsorten finden ideale Bedingungen aufgrund der klimatischen wie auch der Bodenverhältnisse. Vielfältigste Gesteinsformationen wie Buntsandstein, Lehm und Ton, Keuper, Mergel und Kalk sind anzutreffen.
Ein toller Rieslingsekt Brut 2015 aus dem Haus Reichsrat von Buhl bildete den Auftakt. Erstaunlich, in welch kurzer Zeit der vom Champagnerhaus Bollinger gekommene Kellermeister Mathieu Kauffmann die Sekte wie auch die Stillweine dieses Hauses wieder an die internationale Spitze herangeführt hat. Nach dem Hullabaloo von Markus Schneider folgten Rieslinge von Christmann und Bürklin-Wolff. Letzterer begleitete vorzüglich den von Müssle-Catering servierten Pfälzer Saumagen.
So gestärkt wussten die Lagenweine „Paradiesgarten“ (von Winning, vormals Dr. Deinhard) und „Vom Rotliegenden“ (Rebholz) ebenso zu überzeugen wie der „Kallstadter Saumagen“ von Rings. Spannend auch der dann folgende Vergleich aus gleicher Lage, „Schwarzer Herrgott“, der Weingüter Kuhn und Bremer. Ein Großes Gewächs, der „Hohenmorgen“ 2010 von Dr. Bassermann-Jordan brillierte mit einer wunderschönen Reife und Komplexität zum Abschluss der Weißweine.
Was ein exzellenter Weinmacher kann, zeigt sich oft schon in seinen preiswerten Basisweinen, wie der Spätburgunder 2014 von Friedrich Becker eindrucksvoll dokumentierte. Becker gehört seit vielen Jahren zu den besten Spätburgundererzeugern in Deutschland. Der folgende „SP“ 2013 stellte das völlig unstrittig unter Beweis, ein Wein mit großartiger Finesse und Eleganz.
Danach folgten ein Blaufränkisch (Lemberger), Reserve 2012, von Kuhn , mit dem „Einzelstück“2014 von Schneider ein Portugieser von 80-jährigen Reben sowie mit dem „Kreuz“ 2015 von Rings eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Sankt Laurent und Cabernet Franc.
Die Probe, die den Teilnehmern bestens mundete, endete mit einer phantastischen edelsüßen Scheurebe Auslese 2015 aus dem Haus Dr. Bassermann-Jordan
Eine gelungene Einstimmung auf die im Juni anstehende Exkursion in die Pfalz!

Joachim Volz

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